Seien Sie mehr Mephisto, weniger Gretchen

  • Wer freundlich und fleißig ist, hat im Job schnell das Nachsehen
  • Es geht um die Durchsetzung, nicht um einen Ellenbogenkampf
  • Wer positiv bissig ist, packt Probleme an und ist optimistischer

Viele sinnvolle Projekte bleiben auf der Strecke, weil sie nicht durchgesetzt werden können. Wer nur auf Inhalte achtet und nicht das Machtgefüge im Unternehmen durchschaut, hat schnell das Nachsehen gegen Ellenbogen-Karrieristen und Bedenkenträger. Dies gilt es zu verändern: Wenn die Regeln der Durchsetzungskunst bekannt sind, wenn Macht- und Karrierespiele durchschaut werden, haben es Innovations- und Karrierebremser schwer. Genau hier gibt die Peperoni-Strategie – mit den Worten der „Financial Times“ – eine Einweisung in die Kunst der positiven Aggression, verbunden mit der sanften Warnung: „Don’t try this at home“.

Diese Strategie ermutigt im Berufsleben

  • sich besser durchzusetzen,
  • sich nicht übervorteilen zu lassen,
  • sich gegen Übergriffe zur Wehr zu setzen und
  • den eigenen Standpunkt zielführender einzubringen.

Mit Peperoni zum Erfolg

Die Peperoni-Strategie – daher die Namenswahl – ist feurig. Bei ihr kommt es auf die Dosierung an, denn eine zu hohe Dosierung entwickelt höllische Schärfe. Die Peperoni ist rot. Sie signalisiert positiven Biss. Sie ist das Salz in der Suppe des Erfolgs, das zwischen Mittelmaß und ambitioniertem Handeln entscheidet. Sie ist die Zutat, die den Mistreitern Feuer unterm Hintern macht: Strategisches Geschick, das seismografische Gespür für drohenden Ärger, engagierte Netzwerkpflege und eine humorlose Gegenspieler-Analyse zählen zum Grundrepertoire. Peperoni-Strategen überprüfen ihr berufliches Standing regelmäßig durch folgende Fragen:

  • Von wo droht potenzieller Ärger?
  • Wer weiß Dinge, die einem möglicherweise schaden könnten?
  • Welche neuen Entwicklungen beinhalten Gefahren für das Unternehmen und für einen selbst?

Anpacken statt lamentieren

Fakt ist: Wer positiven Biss aus ethischen Gründen ablehnt, wird Schwierigkeiten haben, sich im Wettbewerb zu positionieren. Dabei geht es nicht um einen ethisch zweifelhaften Ellenbogenkampf. Es geht darum, sich auf drei Ebenen durchzusetzen, um Gutes zu tun: für sich selbst (durch mehr persönlichen Erfolg), für das Unternehmen (das durch die guten Ideen expandiert) und die Gesellschaft (die durch vermehrte Gewinne mehr Steuern generiert). Gibt es etwas Schöneres?

 

Statt an Überbesorgtheit glauben positiv Bissige daher an Selbstverantwortung. Statt Bescheidenheit predigen sie die Nutzbarmachung der Potenzen. Statt zu lamentieren, packen sie an. Statt Duldsamkeit machen sie Tempo. Statt Schuldfragen favorisieren sie Positiv-Analysen. Kurz, sie folgen einem idealen Persönlichkeitsprofil, und das empfiehlt: Bleiben Sie zu 80 Prozent ein feiner Mensch: fair, ökologisch, gewerkschaftsfreundlich … Aber ergänzen Sie das konsequent um 20 Prozent Mephisto: Paprika-Süße für die Mitstreiter, Peperoni-Schärfe für die Gegenspieler. Mehr Klarheit geht nicht.

 

Quelle: Xing-News

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