Die Mitarbeiter coachen!

Machen Sie es wie im Sport: Trainieren Sie die Fähigkeiten jedes einzelnen.

Nehmen Sie das Beispiel mit dem Tennisspielen. Vor drei Monaten haben Sie angefangen, Tennis zu spielen. Als Sie wieder einmal den Tennisplatz betreten, sagen Sie zu Ihrem Tennistrainer: „Ich bin mit meinem Aufschlag nicht zufrieden. Irgendetwas mache ich noch falsch. Kannst Du Dir das bitte ansehen und mit mir daran arbeiten?“ Eine solche Bitte ist beim Freizeitsport selbstverständlich. Doch können Sie sich vorstellen, mit einem vergleichbaren beruflichen Anliegen auch zu Ihrem Chef zu gehen? Und sind Ihre Mitarbeiter schon einmal zu Ihnen gekommen und haben Sie gebeten, ihren Arbeitsprozeß zu begleiten und zu verbessern?

„Das geschieht nur dann, wenn die Mitarbeiter die fachliche Autorität des Vorgesetzten anerkennen und gleichzeitig auch Vertrauen haben.“, erklärt der Bremer Berater Mark Grundmann, von der gleichnamigen Personalberatung Grundmann. Das Problem: „Viele Vorgesetzte versuchen noch immer, besser zu sein als ihre Mitarbeiter und bedenken dabei nicht, dass ihre Haltung vor allem zu Konkurrenzdenken und Rivalität führt, anstatt Vertrauen in den Vorgesetzten und Teamgeist zu fördern."

Gerade Beispiele aus dem Sport zeigen, dass der Coach nicht besser sein muss. Auch hier bestätigt M. Grundmann, selbst jahrzehnte lang dem Hockey Leistungssport als aktiver Spieler stark verbunden, dass dieses sehr gut umgesetzt wurde.
Selbst Weltklasse-Golfer wie Sportler Tiger Woods brauchen einen Coach, der ihnen hilft, noch perfekter zu spielen. An diesen Beispielen wird deutlich, was Coaching eigentlich ist, nämlich „ eine hoch individualisierte Beratung mit dem Ziel, dass der Mitarbeiter seine Rolle im Unternehmen eigenständig besser ausgestaltet, um erfolgreicher zu sein“
„Warum nicht Coaching als Hilfe zur Selbsthilfe“
    

Damit Sie als Chef Ihre Mitarbeiter in Coachingprozessen zukünftig besser unterstützen können, sollten Sie einige Dinge zwingend beachten. “Missbrauchen Sie niemals Ihre Autorität. Sie sind als Coach nämlich Vertrauensperson und Berater und kein Vorgesetzter. Nutzen Sie in dieser Phase externe neutrale „Coach“. Die Notwendigkeit der absoluten Loyalität muss gegeben sein."
Das bedeutet: Spielen Sie das, was als Schwäche offenbart wird, nicht gegen den Mitarbeiter aus. Berücksichtigen Sie, dass oftmals Ängste, den Mitarbeitern entscheidend blockieren.
Und Coaching sei ein freiwilliger Prozess; der Mitarbeiter dürfe es also ablehnen, von Ihnen gecoacht zu werden. Die Rolle des neutralen Coach bekommt dadurch einen besonderen Stellenwert.

An dieser Stelle ist eine grundlegende Frage zu stellen: Darf ein Chef die Mitarbeiter coachen?
„Wenn die Regeln beachtet werden und unter Berücksichtigung einzelner Einschränkungen, wie z.B. Privatsphäre, Loyalitätsprobleme, Krankheiten und innerbetriebliche Probleme (Mitarbeiter-Chef)."
Das Ziel dabei ist es, Ihr Team und sich selbst zu stärken. In Verbindung mit externen „Coach“ können Impulse und neutrale Erfahrungen eingesetzt werden. Wesentlich ist es dabei, dass die Impulse in die tägliche Praxis eingesetzt werden. Da Sie die individuellen Fähigkeiten Ihrer Mitarbeiter fortlaufend optimieren wollen, ist es dabei entscheidend, dass Sie loslassen können: "Sie müssen Aufgaben delegieren und Verantwortung abgeben, mit anderen Worten: Vertrauen in Ihre Mitarbeiter haben“, sagt Mark Grundmann.

Weitere Informationen zu diesem oder anderen Themen halten Sie hier.
Grundmann Personalberatung Bremen.

Weser Kurier

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